Das OstAnatolische Gebiet

Das OstAnatolische Gebiet hat eine Fläche von 150.210 km², nimmt 19,18% der Fläche der Türkei ein und ist somit das zweitgrösste geographische Gebiet der Türkei. Es grenzt an Georgien, Armenien, Nachitschewan, den Iran und den Irak. Seine durchschnittliche Höhe beträgt 2.000 m. Mit dem A?r? Berg (5.137 m), den ReskoSpitzen in den CiloBergen und dem SüphanBerg liegen die höchsten Berge der Türkei in diesem Gebiet.

Nach den Ergebnissen von 2009 des ADNKS hat die Region 5,761.752 Einwohner; davon leben 3,165.027 in den Städten und 2,596.725 in Dörfern.

Die Festung Ostanatoliens: Die am Fuss der PalandökenBerge auf 1.950 m Höhe errichtete Stadt Erzurum ist die grösste Bezirkshauptstadt in Ostanatolien und ein bedeutendes Kulturzentrum. Die AtatürkUniversität in Erzurum zählt zu den qualifiziertesten Hochschulen der Türkei. Die Çifte MinareliMedresse (‘Medresse mit zwei Minaretten’), das Symbol der Stadt, stammt aus seldschukischer Zeit.

Die wichtigsten historischen Werke der Stadt sind die UluMoschee aus dem 12. Jahrhundert, die Lala Mustafa PaschaMoschee aus dem 16. Jahrhundert und die Rüstem PaschaKarawanserei. Diese Karawanserei wird heute als Basar genutzt, wo es Ateliers und Galerien gibt, in denen der bekannte OltuStein ausgestellt wird.

Das zum Gedenken an die heldenhafte Verteidigung der Stadt 1878 während des osmanischrussischen Krieges errichtete AziziyeDenkmal zählt zu den wichtigen monumentalen Denkmälern Erzurums. Die zur Verteidigung der Stadt errichteten Schanzen befinden sich auf den strategisch wichtigen Hügeln in der Umgebung der Stadt. Das Gebäude, in dem am 23. Juli 1919 der Kongress von Erzurum stattfand, wurde als Museum eingerichtet, um die Erinnerung an dieses Ereignis wachzuhalten.

5 km südlich von Erzurum liegt das PalandökenSkizentrum. Die Skipisten zählen zu den längsten und steilsten der Welt. ZudenweiterenSehenswürdigkeiteninderUmgebung von Erzurum zählen derTortumSeeundder gleichnamige

Wasserfall mit seinen steilen Schluchten, die im 13. Jahrhundert von den Seldschuken über den ArasFluss errichtete 220 m lange ÇobandedeBrücke sowie die Festungen von Pasinler und Oltu.

Von Bergen umgebene Gärten: Mit diesen Worten wird Erzincan vom Volk seit alters her beschrieben, was die geographischen Verhältnisse im Bezirk sehr gut beschreibt. Die Provinz ist im Norden und Süden von Bergketten umgeben. Die Ebene von Erzincan war in den frühesten Epochen der Geschichte eine Wiege grosser Zivilisationen. Aus den Weinbergen Erzincans sind vor allem die grossen und schwarzen Traubensorten ‘CiminTrauben’ bekannt. Die traditionelle Kupferverarbeitungskunst nimmt auch heute noch in Erzincan einen wichtigen Platz ein. Zu den historischen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung der Stadt Tercan zählen die Mama HatunTurbe und die gleichnamige Karawanserei aus dem 13. Jahrhundert, die urartäische Siedlung Alt?ntepe aus den Jahren um 1000 v.Chr., die Festung in Kemah (12.13. Jh.), das Melik GaziKuppelgrab (12.13. Jh.) sowie die GülabibeyMoscheeaus dem 15. Jahrhundert

Das Tor zum Kaukasus: Der Bezirk Kars wird das Tor zum Kaukasus genannt. Die Stadt liegt am östlichen Ufer des KarsFlusses, der wiederum in den ArpaçayFluss mündet. In der Stadt gibt es einige von den Russen errichtete interessante Bauten. Die Stadt wurde 1828, 1855 und 1877 dreimal von den Russen besetzt und blieb ca. 40 Jahre unter russischer Herrschaft.

Das Symbol der Stadt, die Festung, wurde 1152 von Saltuko?lu ?zzeddin Han errichtet. Südlich der Festung befindet sich die KümbetMoschee. Sie ist eigentlich eine Kirche, die im 10. Jahrhundert errichtet und den 12 Aposteln gewidmet wurde.

Die wichtigste historische Stadt in der Umgebung von Kars ist Ani. Der Ort wurde in der Antike als Festungsstadt erbaut und war im 10. Jahrhundert die Hauptstadt des Königsreichs Bagratid. Die Festungsmauern, die Ebul MenucehrMoschee, die seldschukische Karawanserei, die Kirche mit Bildern und die seldschukischen Bäder sind sehenswert.

A?r? und die Arche Noah: A?r? liegt mit 1.640 m über dem Meeresspiegel an der Transitstrasse in den Iran. Die Geschichte von A?r? reicht weit zurück. Das interessanteste Gebietbildetder fürdie LegendevonderArche

Noah als auch für sein prächtiges Aussehen weltberühmter A?r?Berg. Der A?r?Berg, der auch dem Bezirk seinen Namen gegeben hat, ist mit einer Höhe von 5.137 m der höchste Berg der Türkei und Europas.

Die wichtigste Kreisstadt im Bezirk A?r? ist Do?ubayaz?t. Das prächtigste Bauwerk Ostanatoliens, der ?shak Pascha Palast, befindet sich hier. Gegenüber dem ?shak Pascha Palast befindet sich die zum ersten Mal von den Urartäern errichtete Festung von Do?ubayaz?t. Die eigentliche Festung wurde 1380 vom Prinzen Beyaz?t errichtet und erhielt von ihm ihren Namen.

Im Kreis Diyadin befinden sich die Thermalbäder von Diyadin, die als das Pamukkale Ostanatoliens bezeichnet werden. Das an denAbhängen des 3.542 m hohen TendürekBerg liegende Thermalbad ist für Liebhaber der Photographie ein ideales Motiv.

Die Stadt, an die man zuerst denkt, wenn von Aprikosen die Rede ist: Malatya, das von mehreren kleineren und grösseren fliessenden Gewässern bewässert wird, befindet sich in einer fruchtbaren Ebene, in der verschiedene Sorten Obst und vor allem die weltbekannten Aprikosen angebaut werden. Battalgazi im Norden der Stadt ist eine wichtige historische Stätte. Die Festung im Ort wurde im 1. JahrhundertvomrömischenKaiserTituserrichtet,jedochim 12. Jahrhundert von den Seldschuken restauriert. Ein weiteres Bauwerk aus seldschukischer Zeit ist die Battalgazi UluMoschee, die einzige Moschee in Anatolien, deren Plan auf einer Säulenhalle beruht.

Elaz??, die Stadt der Seen und Flüsse: Elaz?? ist eine Stadt der Seen und Flüsse und liegt in einer weiträumigen und landschaftlich reizvollen Tiefebene, die von gleichsamen violetten Bergen umrahmt ist. Der berühmte Reisende Hommaire de Hell sprach von Harput als dem ‘realen Beispiel einer Märchenstadt’.Mit seiner prachtvollen Landschaft und dem im Sommer eiskalt fliessenden Wasser ist Harput einunvergleichlicher Erholungsort.Mitseinenhistorischen Bauwerken aus den Zeiten der Artuko?ullar?, der Seldschuken und Osmanen ist dieser Kreis wie ein natürliches Freilichtmuseum.

Tunceli, inmitten von Hängebirken: Die reiche Flora und Fauna inmitten einer unberührten Natur verleihen der Gegend von Tunceli einen besonderen Reiz. Im MunzurTalPark befinden sich in grosser Anzahl Hängebirken, die inzwischen weltweit vom Aussterben betroffen sind. In Tunceli, dessen Geschichte bis auf die Hethiter zurückgeht, kann man interessante Festungen, Monumente, Moscheen und Säulen aus assyrischer, seldschukischer und osmanischer Zeit finden.

Bingöl: Die nach den Gletscherseen in der Umgebung benannte Stadt Bingöl vermittelt mit den nach der Erdbebenkatastrophe von 1971 errichteten neuen Gebäuden ein modernes Aussehen. Im Norden des Bezirks gibt es eine grosse Anzahl von Gletscherseen, die aus der Eisschmelze hervorgegangen sind. Ferner gibt es im Bezirk mehrere Thermalquellen und Bäder, die bei der Heilung verschiedener Krankheiten helfen. BingölYolçat? ist ein beliebtes Skizentrum.

Die hohen Berge und grünen Almen von Mu?: Mu?, dasindertürkischen Geschichteeinen wichtigen Platz einnimmt, gehört sowohl hinsichtlich seiner wirtschaftlichen Stellung als auch seiner Naturschönheiten zu den interessanten Gegenden in der Türkei. Die Festung in der Kreisstadt Malazgirt, wo die Türken zum ersten Mal in der Geschichte ihre Existenz in Anatolien manifestierten, bietet einen prachtvollen Anblick dar.

Bitlis: Bitlis, eines der wichtigsten Tabakanbaugebiete der Türkei, liegt zwischen Bergen auf einer 1.550 m hohen Alm. An den Füssen des SüphanBerges, dem zweithöchsten Berg der Türkei, befinden sich Wälder und Seen von einer Schönheit, die jeden Besucher in seinen Bann schlägt. Ahlat ist ein sehr altes Kultur und Kunstzentrum. Der seldschukische Friedhof in Ahlat zählt zu den grossen Kunstwundern in dieser Welt.

Van, eine Stadt der Schönheiten: Am südöstlichen Ufer des VanSees, dem grössten See der Türkei, liegt Van, das als Hauptstadt des Urartäischen Reiches Tu?pa hiess (1.000 v.Chr.). Die im 9. Jahrhundert v.Chr. vom urartäischen König Sardur I. errichtete Festung von Van liegt 80 m über dem Wasserspiegel des VanSees, hat eine Länge von 1.800 m und eine Breite von 120 m.

In der für ihre mit Naturfarben gefärbten Kelims bekannte Stadt ist das Silberhandwerk hoch entwickelt. Auch die Van Katzen mit ihrem weissen üppigen Fell und den Augen, von denen das eine blaue und das andere eine grüne Farbe hat, sind berühmt. Das Wasser des 1.646 m über dem Meeresspiegel liegenden VanSees mit einer Fläche von 3.800 km² und einer Tiefe von 451 m. ist reich an Soda. Die aus dem See gefangenen Fische sind fettarm und sehr köstlich. Die schönste Insel im VanSee ist die Insel Akdamar. Hier erwacht der Frühling zuerst in dieser Gegend.

Vier Jahreszeiten in Hakkari: In Hakkari, dem gebirgigsten Bezirk der Türkei, kann man alle vier Jahreszeiten auf einmal erleben. Auf den Bergen, wo nicht einmal im Hochsommer das Eis vollständig abschmilzt, gibt es verschiedene Gletscherseen. Die CiloSatBerge bilden eine der prächtigsten Landschaften der Türkei. Das bedeutendste historische Erbe ist die MelikesatMedresse in der Stadtmitte, die die Architektur des 15. Jahrhunderts aufleben lässt.

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